Kai Lanz
Co-Gründer und Co-CEO von krisenchat, digitale Krisenberatung für junge Menschen

Kai Lanz ist Mitgründer und Co-CEO von krisenchat, einem digitalen Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist krisenchat auch mit einem eigenen Angebot für Betroffene in der Ukraine aktiv. Zudem gehört Lanz zu den Initiatoren der 2026 gestarteten Mental Health Alliance, die Akteure aus Wissenschaft, Versorgung, Zivilgesellschaft, Stiftungen und Politik zusammenbringt, um die psychische Gesundheitsversorgung junger Menschen grundlegend weiterzuentwickeln.
Was mich antreibt
Mich treibt um, wie wir die nächste Generation selbstwirksam und zukunftsfähig aufstellen. Wer als junger Mensch erlebt, dass er in einer Krise Hilfe bekommt und selbst etwas verändern kann, wächst nicht in Ohnmacht hinein. Hilfe muss deshalb da sein, wenn die Krise da ist – nicht erst nach Monaten Wartezeit. Und die digitalen Räume, in denen junge Menschen einen großen Teil ihres Lebens verbringen, müssen für sie gebaut sein, nicht gegen sie.
Warum gerade jetzt?
Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen sind hoch, während viele junge Menschen lange auf professionelle Hilfe warten. Die Mental Health Alliance will deshalb stärker bei Prävention und Frühintervention ansetzen und ein System schaffen, in dem Unterstützung frühzeitig, niedrigschwellig und besser vernetzt verfügbar ist.
Komm an meinen Tisch, wenn …
... du nicht vom Fach bist, aber Mittel, Reichweite oder ein Netzwerk hast und dich fragst, wo du damit wirklich etwas bewirken kannst; wenn du über Geld oder Gesetze entscheidest, die junge Menschen betreffen; wenn du Produkte entwickelst, die Jugendliche täglich nutzen – oder wenn du aus eigener Erfahrung weißt, wie es ist, in einer Krise niemanden zu haben, den man fragen kann.