Sebastian Stietzel
Unternehmer, Präsident der IHK Berlin und Initiator von TalentsBridge e. V.

Sebastian Stietzel ist seit fast 30 Jahren Unternehmer und engagiert sich zugleich für gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftsfragen. Seit 2022 ist er ehrenamtlicher Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, als Initiator des gemeinnützigen TalentsBridge e. V. entwickelt er neue Wege internationaler Ausbildung und Fachkräftegewinnung. Im Zentrum steht für ihn die Frage, wie sich Menschen, Talente und Chancen über Ländergrenzen hinweg so miteinander verbinden lassen, dass beide Seiten profitieren.
Was mich antreibt
Mich treibt die Überzeugung an, dass wir globale Herausforderungen nur gemeinsam lösen können – partnerschaftlich, strukturiert und auf Augenhöhe. Mit TalentsBridge wollen wir jungen Menschen im Globalen Süden eine konkrete berufliche Perspektive eröffnen und zugleich dazu beitragen, dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen.
Unser Pilotprojekt läuft in Namibia: In Windhoek haben 45 junge Menschen, ausgewählt aus 1.800 Bewerbungen, eine Ausbildung in zwei Berufen begonnen. Sie lernen Deutsch und werden nach deutschen Standards mit dem Ziel eines IHK-Abschlusses ausgebildet. Dafür bringen wir Ausbildungseinrichtungen, Unternehmen, Kommunen und staatliche Partner in beiden Ländern zusammen. Das Modell ist von Anfang an so gedacht, dass es sich auch auf andere Länder übertragen lässt.Warum gerade jetzt?
In vielen Ländern des Globalen Südens fehlen jungen Menschen trotz großer Motivation berufliche Perspektiven. Gleichzeitig wird der Fachkräftemangel in Deutschland und Europa für immer mehr Unternehmen zu einer Wachstumsbremse.
Beides lässt sich miteinander verbinden – allerdings nicht durch Anwerbung allein. Es braucht gute Ausbildung, Sprachkenntnisse, Vorbereitung und langfristige Partnerschaften zwischen Ländern und Institutionen. Wenn wir solche Strukturen heute aufbauen, können daraus Chancen auf beiden Seiten entstehen: für junge Menschen ebenso wie für Unternehmen und Volkswirtschaften.Komm an meinen Tisch, wenn …
... du daran glaubst, dass Bildung einer der stärksten Hebel für Chancengerechtigkeit ist, und wenn du Brücken zwischen Ländern, Kulturen und Institutionen bauen möchtest. Wenn du Erfahrung, Netzwerke oder Ideen einbringen kannst, dich für die wirtschaftlichen Perspektiven Afrikas interessierst – oder erfahren möchtest, wie aus einer Idee ein konkretes Projekt wird, das jungen Menschen neue Zukunftsmöglichkeiten eröffnet.