Menschen des Salons

Shammi Haque

Deutsch-bengalische Journalistin, Aktivistin und Verlagsgründerin; Feministisches Wissen über Grenzen hinweg zugänglich machen

Shammi Haque

Shammi Haque ist deutsch-bengalische Journalistin und Aktivistin. Seit acht Jahren arbeitet sie in Deutschland für verschiedene Medien zu Menschenrechten, Politik, Feminismus und Migration. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Deutschland und Bangladesch und kreist um die Frage, wessen Stimmen gehört werden und wer Zugang zu gesellschaftlichen Debatten erhält. Aktuell gründet sie einen deutsch-bengalischen feministischen Verlag für den Bangla-Sprachraum.

Was mich antreibt

Mich treibt die Frage an, wer entscheidet, welche Ideen, Bücher und Perspektiven über sprachliche und geografische Grenzen hinweg sichtbar werden. Mit meinem Verlag möchte ich feministische Bücher und Debatten durch Übersetzungen, eigene Publikationen und kulturelle Räume einem breiteren Publikum zugänglich machen – insbesondere Frauen und queeren Menschen, die bislang nur begrenzten Zugang dazu haben. Dabei geht es mir nicht um einen einseitigen Wissenstransfer vom Globalen Norden in den Globalen Süden, sondern um echten Austausch in beide Richtungen.

Warum gerade jetzt?

Gesellschaftliche Debatten werden heute global geführt, doch der Zugang zu Wissen ist weiterhin sehr ungleich verteilt. Welche Bücher übersetzt werden, welche Stimmen internationale Aufmerksamkeit erhalten und welches Wissen als relevant gilt, ist immer auch eine Frage von Macht. Gerade feministische Debatten brauchen deshalb mehr Austausch über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg – und mehr Aufmerksamkeit für Perspektiven, Bewegungen und Erfahrungen aus dem Globalen Süden.

Komm an meinen Tisch, wenn …

… du darüber nachdenken möchtest, wie feministisches Wissen zwischen Globalem Süden und Norden zugänglicher und sichtbarer werden kann – und wie Übersetzung, Verlage und kulturelle Räume dazu beitragen können, bestehende Machtverhältnisse im internationalen Wissensaustausch zu verändern. Mich interessiert dabei besonders die Frage: Was können wir in Deutschland von feministischen Bewegungen, Autor*innen und Erfahrungen aus dem Globalen Süden lernen?

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Jetzt ist die Zeit. · 30.09.2026