Till Wahnbaeck
Gründer von Impacc, unternehmerische Entwicklungshilfe für lokale Gründer:innen in Afrika

Till Wahnbaeck ist Gründer von Impacc – einer Hilfsorganisation, die, wie er selbst sagt, denkt, sie sei eine Venture-Capital-Bude. Sein Ansatz: die Werkzeuge der Wirtschaft nutzen, um sozialen Wandel wirksamer voranzubringen. Impacc setzt dabei auf unternehmerische Lösungen statt klassischer Projektlogik: lokale Gründer sollen Strukturen aufbauen können, die wirtschaftlich tragfähig sind und zugleich gesellschaftliche Probleme lösen. So verbindet sich Entwicklungszusammenarbeit mit Unternehmertum, Eigenverantwortung und langfristiger Perspektive.
Was mich antreibt
Entwicklungshilfe neu zu denken. Mich interessiert, wie wir unternehmerische Instrumente und wirtschaftliches Know-how einsetzen können, um sozialen Wandel zu ermöglichen. Dabei geht es mir vor allem darum, Menschen nicht nur als Empfänger von Hilfe zu betrachten, sondern als Unternehmer und Gestalter ihrer eigenen Zukunft. Gute Ideen sind überall vorhanden – entscheidend ist, ihnen Zugang zu Kapital, Wissen und Netzwerken zu verschaffen.
Warum gerade jetzt?
Entwicklungshilfe steht weltweit unter Druck – politisch, finanziell und auch in ihrer Legitimation. Gerade deshalb ist jetzt der Zeitpunkt, sie effektiver zu machen und neue Wege auszuprobieren. Wir müssen stärker danach fragen, welche Ansätze tatsächlich dauerhaft Wirkung entfalten und wie aus Förderung wirtschaftliche Eigenständigkeit entstehen kann.
Komm an meinen Tisch, wenn …
... du findest, dass Afrika mehr ist als die „drei K“: Kriege, Krisen und Korruption. Wenn du darüber sprechen möchtest, wie Unternehmertum, Kapital und Entwicklungszusammenarbeit zusammengedacht werden können – und wie aus Hilfe Strukturen entstehen, die Menschen dauerhaft neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Möglichkeiten eröffnen.